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Für Stuckateure, Putzer, Maler und Fassadenfachbetriebe

Informationen zur Verarbeitung von Aerogel-Dämmputz.

Informationen zur Verarbeitung von Aerogel-Dämmputz sowie Unterstützung durch Anwendungstechnik, Schulung und Projektbegleitung.

Dämmputz wird mit einer Spritzdüse auf die Wand aufgetragen

Praxisnahes System

Mineralischer Dämmputz mit klar abgestimmten Komponenten.

Die folgenden Verarbeitungsangaben beziehen sich auf das konkret angebotene System CERABRAN® AEROPUTZ. Untergrund, Schichtaufbau, Nachbehandlung und Systemkomponenten sind gemäß den technischen Unterlagen und projektspezifischen Anforderungen abzustimmen.

  • Manuelle und maschinelle Verarbeitung möglich
  • 20–50 mm Auftragsdicke in einer Lage möglich
  • Fugenloser Auftrag
  • Ausgleich von Unebenheiten
  • Für Laibungen, Details und unebene Untergründe
  • Kein Durchlöchern einer Plattendämmschicht
  • Systemklare Verarbeitung mit abgestimmten Komponenten

Systemaufbau

Systemaufbau und Verarbeitung

Der Systemaufbau umfasst Untergrundvorbereitung, dämmende Putzschicht, Armierung und abschließende Oberfläche. Die Darstellung zeigt die Reihenfolge der Schichten und kennzeichnet optionale Bestandteile.

Das Prinzip aus Dämmschicht, Armierung und Oberputz ist aus dem Fassadenbau vertraut. Bei diesem Aufbau übernimmt Aerogel-Dämmputz die Funktion der Dämmschicht anstelle von Dämmplatten. Untergrundvorbereitung, Schichtdicken und Verarbeitung richten sich nach den Vorgaben des Dämmputzsystems.

Schematischer Dämmputzaufbau auf Mauerwerk mit Vorspritzmörtel, eingebettetem gewelltem Welnet-Putzträger und Armierungsgewebe in der vorderen Armierungslage.

Schematische Darstellung, nicht maßstabsgetreu.

  1. 01

    Untergrundvorbereitung

    Vorbehandlung entsprechend dem Untergrund; Putzträger nach Untergrund, Auftragsdicke und Systemvorgaben.

  2. 02

    Aerogel-Dämmputz

    Kalkbasierter Dämmputz mit Aerogel-Granulat als Dämmschicht.

  3. 03

    Mineralischer Untergrundstabilisator / Oberflächenstabilisierung

    Behandlung der rabottierten Dämmputzoberfläche mit dem vorgesehenen Untergrundstabilisator.

  4. 04

    Armierungsmörtel mit Armierungsgewebe

    Armierungsmörtel mit vollständig eingebettetem Armierungsgewebe.

  5. 05

    Grundierung/Quarzgrund – bei Bedarf

    Abhängig vom vorgesehenen Oberputz und den Vorgaben der eingesetzten Systemkomponenten.

  6. 06

    Mineralischer Oberputz

    Systemzugehöriger Oberputz für die gewünschte Oberflächenstruktur.

  7. 07

    Anstrichsystem

    Auf Innen- oder Außenanwendung abgestimmtes Anstrichsystem.

Baustellenablauf

Vom Untergrund bis zum fertigen Anstrichsystem.

Der konkrete Ablauf richtet sich nach Untergrund, Objekt und technischem Merkblatt. Die folgende Abfolge dient als praxisnahe Orientierung.

Untergrund vorbereiten

  • Untergrund prüfen und untergrundspezifisch vorbereiten; glatten Beton kratzspachteln.
  • Untergrund nach Vorgabe vornässen.
  • Vorspritzmörtel nach Untergrund- und Systemvorgabe aufbringen.
  • Putzträger nach Systemvorgabe einbauen; ab 60 mm Dämmputzdicke immer.
Baustellendokumentation eines vorbereiteten Untergrunds
Vorbereiteter Untergrund

Dämmputz auftragen

  • CERABRAN® AEROPUTZ mit 20–50 mm je Lage auftragen; maximal 100 mm Gesamtputzdicke.
  • Bei mehrlagigem Auftrag nach Ansteifen die vorherige Lage aufrauen und die nächste Lage nass in nass auftragen.
  • Abziehen und nach ausreichender Erhärtung rabottieren (ca. 1–5 Tage, abhängig von Klima und Putzdicke).
  • Bis zum nächsten Arbeitsschritt vor zu schnellem Wasserverlust und Witterungseinflüssen schützen.
Baustellendokumentation einer Dämmputzlage
Dämmputzlage

Stabilisieren und armieren

  • Unmittelbar nach dem Rabottieren SPEZIAL FIXATIV unverdünnt ausschließlich mit dem Roller auftragen (mindestens 0,5 l/m²); vor den nächsten Schritten mindestens 12 Stunden trocknen lassen.
  • AMX AEROPLUS mindestens 6 mm dick auftragen; 8 × 8 mm Gewebe oberflächennah einbetten, vollständig überdecken und mindestens 10 cm überlappen.
  • Armierung vor dem Oberputz bei normaler Witterung ca. 1 Tag/mm trocknen lassen; Produktdatenblätter beachten.
Baustellendokumentation einer Armierungslage
Armierungslage

Oberfläche fertigstellen

  • Position 05 (pigmentierter Haftgrund/Quarzgrund) optional nach Systemvorgabe ausführen; anschließend Oberputz aufbringen.
  • Oberputz vor dem Anstrich ausreichend trocknen lassen (bei normaler Witterung ca. 1 Tag/mm); Produktdatenblätter beachten.

Weitere Verarbeitungsdaten und Angaben zur benötigten Maschinenausstattung finden Sie in der Verarbeitungsrichtlinie. Für die Abstimmung auf Ihr Vorhaben stellen wir Ihnen die erforderlichen Details im direkten Austausch zur Verfügung.

Anwendungstechnik kontaktieren

Verarbeitungsrichtlinie herunterladen

FAQ für Verarbeiter

Häufige Fragen zur Verarbeitung.

Die Antworten dienen der ersten Einordnung. Maßgeblich bleiben technisches Merkblatt, Untergrund und objektbezogene Abstimmung.

Für das konkret angebotene System CERABRAN® AEROPUTZ ist manuelle und maschinelle Verarbeitung angegeben. Maschinenausstattung und Einstellungen sind gemäß technischem Merkblatt und projektbezogen zu prüfen. Die benötigten Angaben erhalten Sie im direkten Austausch mit unserer Anwendungstechnik.

Für CERABRAN® AEROPUTZ sind 20–50 mm je Lage möglich, bei maximal 100 mm Gesamtputzdicke. Ab 60 mm Dämmputzdicke ist immer ein Putzträger einzusetzen. Bei mehrlagigem Auftrag nach Ansteifen die vorherige Lage aufrauen und die nächste Lage nass in nass auftragen.

Den Putz bis zum nächsten Arbeitsschritt vor zu schnellem Wasserverlust und Witterungseinflüssen schützen. Nach ausreichender Erhärtung (ca. 1–5 Tage, abhängig von Klima und Putzdicke) rabottieren und unmittelbar danach SPEZIAL FIXATIV unverdünnt ausschließlich mit dem Roller auftragen (mindestens 0,5 l/m²). Vor den nächsten Arbeitsschritten mindestens 12 Stunden trocknen lassen.

Die Vorbereitung richtet sich nach dem jeweiligen Untergrund. Glatten Beton kratzspachteln. Vorspritzmörtel und Putzträger sind unterschiedliche Maßnahmen und keine pauschal austauschbaren Alternativen.

AMX AEROPLUS mindestens 6 mm dick auftragen. Das 8 × 8 mm Gewebe oberflächennah einbetten, vollständig überdecken und mindestens 10 cm überlappen. Vor dem Oberputz bei normaler Witterung ca. 1 Tag/mm trocknen lassen.

Die Armierung vor dem Oberputz und den Oberputz vor dem Anstrich bei normaler Witterung jeweils ca. 1 Tag/mm trocknen lassen. Ausreichende Trocknung und die Vorgaben der jeweiligen Produktdatenblätter sind maßgeblich; dies ist keine pauschale Gesamttrocknungszeit des Systems.

Ca. 20–23 l je 12,5-kg-Sack. Maßgeblich sind die Vorgaben der jeweiligen Produktdatenblätter.

Laut Systembeschreibung lässt sich CERABRAN® AEROPUTZ fugenlos an Unebenheiten, Laibungen und komplexen Details ausführen. Untergrundprüfung und erforderliche Vorbereitung bleiben projektbezogen.

Das angebotene Produkt CERABRAN® AEROPUTZ ist im Außenbereich nicht im Sockel und nicht als Oberputz einzusetzen.

Ja. Verarbeiter können Schulungen anfragen und technische Fragen sowie die Begleitung von Erstprojekten mit AEROLIGHT abstimmen.

Schulung

Aerogel-Dämmputz nach den technischen Vorgaben verarbeiten.

Fragen Sie eine Verarbeiter-Schulung an oder nehmen Sie für technische Fragen direkten Kontakt mit der Anwendungstechnik auf.